Grastricht
Bonnie hatte schon so eine Vorahnung.
Es gibt nachvollziehbare Gründe für eine Fahrt nach Maastricht. Die Stadt ist in hohem Maße shoppinggeeignet (sofern man eine Frau ist), die vorherrschende Architektur weiß zu gefallen, und die Hogeschool Zuyd liegt ebenfalls dort. Letzteres war unser Beweggrund für den Trip über die Grenze, denn heute fand der “Informationstag” für uns bald international tätige C-MD-Studenten statt. Die Anführungszeichen erklären sich aus der phänomenalen Länge der Veranstaltung, die nur knapp die Eine-Stunde-Grenze überschritt.
Ein weitaus häufiger genannter Grund für die Reise in die Niederlanden ist jedoch die dortige Gesetzeslage. Die interessanten Abschnitte dürften in etwa bekannt sein und werden deshalb auch nicht näher vorgestellt, jedenfalls scherzte Bonnie bereits auf der Hinfahrt, dass der mit mehreren Studenten besetzte Mercedes ihres Vaters mit Bielefelder Kennzeichen nicht gerade ein Muster an Unauffälligkeit sei.
Die Polizei, die uns offenbar für eklatant dreist oder eklatant dämlich hält, ließ sich auf der Rückfahrt dann auch nicht zweimal (genau genommen auch nicht einmal) bitten und zog uns kurz vor Aachen mit dem optischen Abschleppseil aus dem Verkehr. Wir freuten uns trotz des Schneefalls auf das kleine Intermezzo mit unseren treuen Staatsdienern, und Flo hatte auf dem Beifahrersitz sogar kurz überlegt, allein um der Gelegenheit willen noch etwas verdächtiger zu wirken, als er es seiner Herkunft wegen sowieso schon ist. Als die Polizisten uns nach der Herausgabe unserer Papiere jedoch weitestgehend in Ruhe ließen, waren wir etwas enttäuscht. Nur Daniel, der zwecks Aussagenabgleich das Auto verlassen musste, lief draußen zu Hochform auf und erklärte seinem Interviewer sämtliche Details unseres Studiengangs. Der jedoch wollte von Interdisziplinarität, fünf Säulen und Monschau nicht viel hören, und so konnten wir nach der üblichen Durchleuchtung unserer Personalien unbehelligt weiterfahren.
Schade eigentlich.
War trotzdem sehr spaßig!
Dabei seh ich doch aus wie der letzte Zigeuner.
Wollte ja am Anfang total gern aussteigen, aber der Chef wollte das nicht
Nichtmal gefilzt haben sie mich
Naja vielleicht die nächsten Male
hehe, ich empfehle der frau wotschak und ihrer reisegruppe für das anstehende semester ein gutes zeitmanagement. könnte durchaus jeden tag so laufen..
immernoch nix neues?